Fachberatung für Kindertagesstätten  

Umfassendes Qualitätsmanagement

Das System (UQM) in den Kindertageseinrichtungen in katholischer Trägerschaft im Rheingau, Untertaunus und in Wiesbaden.

Tageseinrichtungen für Kinder müssen sich in den letzten Jahren verstärkt mit Methoden der Qualitätssicherung auseinandersetzen.  Längst ist es üblich geworden, dass Eltern die Angebote der Kindertageseinrichtungen miteinander vergleichen.
Aber auch Kostenträger prüfen immer genauer, ob die versprochenen Leistungen ihren Zweck erfüllen und ihr "Geld wert" sind. Nicht zuletzt sind natürlich die pädagogischen Fachkräfte und die Träger der Kindertageseinrichtungen selbst an der Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität ihrer Arbeit interessiert.

Bereits seit 1998 führte der Caritasverband Wiesbaden e.V. jährlich eine Fortbildung mit dem Titel "Qualität ist, was nützt" unter der Leitung der Fachberaterin Dagmar Geisler mit der Referentin Marie-Luise Jung, Sozialmanagement Frankfurt, durch. Alle Leitungen der Kindertageseinrichtungen aus dem Rheingau, Untertaunus und aus Wiesbaden nahmen im Laufe von fünf Jahren teil.

Im Jahre 2001 wurde "Das christliche Profil für Kindertageseinrichtungen in katholischer Trägerschaft – Rheingau, Untertaunus und Wiesbaden" veröffentlicht.
In allen Gremien wie Träger- und Leitungskonferenzen, in den Mitgliederversammlungen und den Vorstandssitzungen der KtK-Regional-AG Rheingau, Untertaunus und Wiesbaden wurde die Notwendigkeit von Qualitätsmanagement in katholischer Trägerschaft diskutiert.

Die Träger der katholischen Tageseinrichtungen für Kinder (KtK) der drei Bezirke beauftragten im Frühjahr 2003 den Caritasverband Wiesbaden e.V. in Form eines Projektes ein Qualitätsmanagement-System einzuführen. Der Caritasverband Wiesbaden e.V. beauftragte die Unternehmensberatung APB (Allgemeine Prüfungs- und Beratungsgesellschaft) mit der Einführung eines "Umfassenden Qualitätsmanagement-Systems".
Die Unternehmensberaterin Marie-Luise Eikelbeck wurde von APB entsandt, in Zusammenarbeit mit der Fachberaterin des Caritasverbandes Wiesbaden e.V., Dagmar Geisler, das Projekt durchzuführen.

Im Juli 2003 startete das Projekt für einen Zeitraum von 18 Monaten mit 35 Trägern und deren 36 Kindertageseinrichtungen.

Die Einführung des UQM beabsichtigte, die vielfältigen qualitätsbezogenen Vorarbeiten aufzuarbeiten, weiterzuentwickeln, umfassend und einheitlich zu dokumentieren und umzusetzen.
Dies mündete schließlich in den Aufbau eines einrichtungsspezifischen QM-Handbuches.

Prinzipien des UQM-Systems
Ziele, Struktur und Prozesse des UQM
Das Organisationshandbuch

Prinzipien des UQM-Systems

Die Kindertageseinrichtungen sind Teil der katholischen Kirche und leiten ihr Selbstverständnis aus dem christlichen Glauben ab. Sie sind ein Ort der Gemeinde, hier begegnet die Kirche den realen Lebensbedingungen der Menschen in unserer heutigen Gesellschaft, Religion spielt in allen Bereichen des QM-Handbuches eine leitende Rolle.

Oberste Prinzipien

"Der Weg der Kirche ist der Mensch"

Diese Grundüberzeugung, die Motive, die aus ihr erwachsen, stoßen das Handeln an. Sie werden benannt und zugleich prägen diese Motive Inhalt sowie Art und Weise unseres Handelns.

Handlungsbezogene Prinzipien

Da sie dem eigenen Handeln zugrunde liegen, beeinflussen sie dieses langfristig und durchgehend.

Ziele, Struktur und Prozesse des UQM in unseren Kindertageseinrichtungen

Qualitätsziele

In unserer Einrichtung soll sich das Kind zu aller erst wohl fühlen. Trotz der hohen Zahl von bis zu 25 Kindern pro Gruppe möchten wir eine ganzheitliche, an den individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten orientierte Betreuung und Förderung gewährleisten.

Unserem Selbstverständnis entsprechend führen bzw. begleiten wir das Kind in unserem Glauben an Gott und schaffen Begegnungen  innerhalb der Gemeinde.

Der familiäre Hintergrund bildet den Ausgangspunkt unserer Arbeit. Die Förderung des Kindes wird mit den Erziehungsberechtigten immer wieder abgestimmt. Die hauswirtschaftliche Versorgung soll kindgerecht sein, aber auch den ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen gerecht werden.

Dies soll gleichwohl auf wirtschaftliche Weise geschehen und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Zufriedenheit in und durch ihre Arbeit geben. 

Das Organisationshandbuch

Das Organisationshandbuch ist die Basis, auf der alle Verbesserungen und Weiterentwicklungen der Organisation aufgebaut werden. Es stellt sicher, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller qualitätsrelevanten Abläufe und Tätigkeiten beherrschen. Zudem können neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zuverlässig und effizient eingearbeitet werden. Die Organisation, sowie das gesamte Know-how der Tageseinrichtung für Kinder sind somit für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzbar dokumentiert.

70 Prozesse und Abläufe für den Alltag einer Kindertageseinrichtung sind hier beschrieben: Angefangen bei den An- und Abmeldemodalitäten eines Kindes, Verhaltensmaßnahmen bei Notfällen bis hin zu Mitarbeitergesprächen und  Beratungsgesprächen mit Eltern in bezug auf die individuelle Förderung des Kindes.

Das UQM-System gilt für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung.

Die verantwortlichen Funktionsbereiche sind die Trägervertretungen und die Leitung der Einrichtung.

 

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